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Pressemitteilung BKL, 23. Juni 2005


Gemeinsames Projekt mit Mayr-Melnhof und Holzindustrie Leitinger in Leoben
Energie Steiermark fährt Österreichs größtes Biomasse-Kraftwerk an: 20 Mio. Euro Investition in „Öko-Energie“
Vorstandssprecher Maier: „Modellhafte Partnerschaft mit der Industrie“. Weitere Erhöhung der Eigen-Produktion als strategisches Ziel. Ab sofort werden in Leoben täglich 1000 Raummeter Rinde verfeuert. Anlage spart über 26 Millionen (!) Liter Heizöl und 90.000 Tonnen CO2 im Jahr.

Die offizielle Eröffnung des größten österreichischen Biomasse-Kraftwerkes seiner Art in Leoben/Göss sorgt für Aufsehen in der Fachwelt.

Die Anlage, die täglich mit über 1.000 Schüttraummeter Rinde befeuert wird, produziert bis zu 200 GWh Wärme pro Jahr für die Holztrocknungs-Anlage der Mayr-Melnhof-Gruppe und die Holzindustrie Leitinger. Die Menge entspricht rund einem Viertel des Wärmebedarfes der Landeshauptstadt Graz. Zusätzlich werden in Leoben künftig rund 36 GWh Ökostrom im Jahr erzeugt, das entspricht dem Bedarf von mehr als 10.000 Haushalten. Die Einspeisung erfolgt in das öffentliche Stromnetz.

„Das Projekt ist für uns ein Modellfall einer zukunftsweisenden Ökoenergie-Partnerschaft mit der Industrie“, so der Vorstandssprecher der Energie Steiermark, Dr. Karl-Franz Maier, „daher haben wir zuletzt mehr als ein Viertel unserer Gesamtinvestitionen des Jahres 2004 in das Kraftwerk gesteckt“. Die Kooperation der Energie Steiermark (hält 95% der Anteile über das Tochterunternehmen Gas-Wärme) mit Mayr-Melnhof (hält 5%) und der Holzindustrie Leitinger bringe auch ein höheres Maß an Eigenständigkeit.

„Das entspricht unserem strategischen Ziel, durch Eigen-Produktion und Einsatz heimischer Ressourcen die Abhängigkeit von importierter Primärenergie zu verringern und damit eine bessere Risikostreuung zu erreichen“, so der technische Vorstand der Energie Steiermark, DI Dr. Franz Kailbauer. Er betont vor allem den positiven Umwelt-Aspekt: „Gegenüber einer konventionellen Anlage können damit über 26 Millionen Liter Heizöl, 90.000 Tonnen CO2 und 5.000 Kilo Staubemissionen jährlich eingespart werden“.

Der Vorstandssprecher der Steirischen Gas-Wärme, DI Peter Köberl, der das Projekt federführend initiiert hat: „Mit der Nutzung regionaler Rohstoffe leisten wir neben einem beispielhaften Umwelt-Impuls auch einen wesentlichen wirtschaftlichen Beitrag zur Stärkung der regionalen Wirtschaft in Leoben“.

 
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