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BKL – Meilenstein in der Energiegeschichte Zwei Aspekte sind rekordverdächtig:
- Erstens der ideale Standort mit einer für Anlagen dieser Größenordnung wohl einzigartigen Bündelung von Brennstoffanfall, Kraftwerk und Wärmenutzung in einem großteils bestehenden Fernwärmenetz (Mayr-Melnhof) und in der neu errichtete Pelletierungsanlage (Holzindustrie-Preding). Das alles im Umkreis von rund 100 Metern.
- Zweitens die Realisierung der derzeit weltweit größten biomassebefeuerten KWK-Anlage auf Basis ORC-Prozess (Organic Rankine Cycle) mit einer elektrischen Gesamtleistung von 4,5 Megawatt (MW). Beispielgebend ist der wesentliche Wandel, der sich hier in Richtung bedarfsorientierte Energiewirtschaft vollzog. Dieses dezentrale Energiesystem erfüllt das Prinzip der Nachhaltigkeit in hohem Maße.
Begonnen wurde mit dem Bau der KWK-Anlage Leoben Mitte 2004. Nach relativ kurzer Bauzeit von nur sechs Monaten konnte bereits Mitte Dezember der erste Kessel planmäßig in Leistungsbetrieb gehen. Zwei weitere Kessel gingen Mitte Jänner 2005 in Betrieb. „Aus Sicht der Steirischen Gas-Wärme gehört dieses Projekt zum Aktionsplan energetischer Holznutzung“, verweist Köberl auf die Unternehmensintention, Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten. Dass man in diesem Fall neben dem Effekt der regionalen Wertschöpfung die Fortsetzung der umweltpolitischen Aktivitäten Leobens unterstützt, ist ein zusätzlicher positiver Aspekt.
Als Betreiber dieser Anlage gründeten die Steirische Gas-Wärme (95 % der Anteile) und Mayr-Melnhof (5 %) die BKL (Biomasse-KWK-Leoben Betriebsgesellschaft m.b.H.). „Möglich machte einen dermaßen reibungslosen und doch recht raschen Ablauf eines solchen Projektes die exakte Planung und vorbildliche Koordination sämtlicher Partner vor Ort“, betont BKL-Geschäftsführerin Mag. Anneliese Hemmer.
Presseinformation
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Technische Information Brennstoff für die KWK-Anlage ist primär naturbelassene Rinde, die von den beiden bestehenden Entrindungsanlagen von Mayr-Melnhof-Holz GmbH in einer Jahresmenge von 350 – 400 Tsd. Schüttraummetern vollautomatisch per Förderband zur KWK-Anlage transportiert wird. Dort erfolgt eine Verteilung der Rinde auf die drei Schubböden (Brennstoff-Tagesbunker) und eine automatische Beschickung der drei Feuerboxen mit rund 1.000 Srm Rinde pro Tag.
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